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Presse

Wer keine Eigenverantwortung übernimmt, handelt  höchst unsozial.

In allen verfügbaren Medien wie Zeitungen, Fernsehen oder Internet,  sowie auch im Renteninformationsbrief sind alle relevanten Daten für jeden sichtbar. Dadurch kann niemand sagen: " Ich hab es nicht besser gewusst."

Quelle: Renten-Kompetenzcenter

Quelle: Deutsche Rentenversicherung Höhere Ausgaben der Rentenversicherung in 2016

Defizit kein Ausdruck schlechter Lage

Die Ausgaben der Rentenversicherung waren im letzten Jahr höher als die Einnahmen. Die Ausgaben lagen 2016 bei 282,7 Milliarden Euro, die Einnahmen bei 280,5 Milliarden Euro. Hintergrund sind unter anderem die Reformmaßnahmen in den letzten Jahren, wie etwa die einführung der Mütterrente, aber auch die hohe Rentenanpassung 2016. Diese Entwicklung ist nicht Ausdruck einer schlechten Lage der Rentenversicherung, sondern Folge gesetzlich vorgegebenen ung geplanten Abbaus der Rücklagen. Diese lagen Ende letzten Jahres bei 32,4 Milliarden Euro oder 1,62 Monatsausgaben und damit an ihrer gesetzlich vorgegebenen Höchstgrenze. Die Einnahmen aus Pflichtbeiträgen sind im letzten Jahr um über vier Prozent gestiegen. Der Beitragssatz in der Rentenversicherung kann nach aktuellen Vorrausberechnungen bis 2021 stabil bleiben.

Quelle: http://www.deutsche-rentenversicherung.de/Allgemein/de/Inhalt/0_Home/meldungen/2017_06_26_ausgaben_drv_defizit.html

29.06.2017

 

Ministerium rechnet mit dramatischem Absinken des Rentenniveaus

Das Rentenniveau wird nach Einschätzung des Bundesarbeitsministeriums in den kommenden Jahrzehnten dramatisch sinken, wenn der Gesetzgeber nicht gegensteuert. Das Sichernungsniveau werde bei geltender Rechtslage von derzeit 47,8 Prozent bis zum Jahr 2045 auf 41,6 Prozent sinken, verlautete am Mittwoch aus dem Ministerium. Dies unterstreiche den Handlungsbedarf für eine langfristige und nachhaltige Stabilisierung des Rentensystems.

Benötigt werde deshalb eine "Haltelinie" beim Rentenniveau. Ein Festschreiben des jetzigen Niveaus wäre den Berechnungen zufolge aber mit erheblichen Mehrkosten verbunden: Erforderlich wären 40 Milliarden Euro, der Beitragssatz würde von derzeit 18,7 auf 26,4 Prozent in 2045 steigen.

Das geltende Recht sieht vor, dass das Sicherungsniveau bis 2020 nicht unter 46 Prozent und bis 2030 nicht unter 43 Prozent sinken darf. Für die Zeit danach sind bislang keine weitere Regelungen getroffen worden.

Bundesarbeitsministerin Andrea Nahles (SPD) will im November ihre Vorstellungen zur Zukunft der Rente vorlegen. Derzeit führt sie mit den zuständigen Verbänden Gespräche dazu. Am Dienstag hatte sie mit Bundesfinanzminister Wolfgang Schäuble (CDU) eine Grundsatzeinigung zur Ausweitung der Betriebsrenten erzielt. Sie sollen auch für Geringverdiener attraktiver werden. Geplant sind Zuschüsse für diese zusätzliche Altersvorsorge.

Auszug aus dem Artikel "yahoo! Nachrichten" vom 28.09.2016

 

 

Wirtschaft und Bevölkerung

Nur die Rente mit 74 kann Deutschland noch helfen

Deutschland verliert bis 2060 biszu 13 Millionen Einwohner. Auch mit mehr Zuwanderung und höherrer Geburtenraten altert Deutschland weiter. Womöglich bleiben nur radikale politische Lösungen.

Deutschland muss sich mit dem Demografischen wandel arrangieren; aufhalten lässt sich die dramatische Entwicklung nicht mehr. Das ist die Botschaft, die Roderich Egeler mit nach Berlin gebracht hatte, wo der Präsident das Statistischen Bundesamtes die Prognose seiner Statistiker für die Entwicklung der Bevölkerung bis 2060 vorstellte.

Demnach werden in 45 Jahren hierzulande deutlich weniger Menschen leben als heute. Die Statistiker gehen davon aus, dass die Bevölkerung von heute 81 Millionen Menschen in den kommenden fünf bis sieben Jahren leicht wachsen wird, um danach stark abzunehmen: Im Jahr 2060 dürften hierzulande nur noch 68 - 73 Millionen Menschen leben.

Diese Entwicklung hat erheblichen Einfluss auf den Arbeitsmarkt: Bis 2060 soll die Zahl der Menschen im erwerbsfähigen Alter zwischen 20 und 64 Jahren stark schrumpfen: Je nach stärke der Zuwanderung würde die Zahl um 23 Prozent bis 30 Prozent sinken. Für die Sozialversicherungssysteme ist dieser Wandel eine erhebliche Belastung: Kommen heute auf 100 Menschen im Erwerbsalter noch 34 Seniorinnen und Senioren, würden es 2060 bereits 60 und damit doppelt so viele sein.

Diese Entwicklung scheint gegenwärtig unumkehrbar; das illustriert der Vergleich mit der letzten umfassenden Prognose dieser Art aus dem Jahr 2009. An den Zahlen zur Alterung hat sich seitdem praktisch nichts geändert und das, obwohl in den vergangenen Jahren unerwartet viele Zuwanderer nach Deutschland gekommen sind.

Um die Erwerbstätgkeit deshalb auf dem heutigen Niveau zu halten, genügt mehr Zuwanderung nicht. Die Statistiker gehen davon aus, dass das Renteneintrittsalter bis 2060 auf 74 Jahre steigen müsste, damit die Erwerbstätigkeit konstant bleibt. Und auch damit wäre das Problem nur halb gelöst: wegen der steigenden Zahl älterer Menschen wäre das Verhältnis von Erwerbstätigen und Senioren immer noch schlechter als heute.

Auszüge aus dem Artikel "Die Welt" vom 28.11.2015   

 

 

Eine Frage der eigenen Verantwortung  

Absicherung im Alter schützt auch die nächste Generation. Demografievorsorge, das ist ein ziemlich kompliziertes Wort. Kein Wunder, dass man es im Alltag selten verwendet und noch vielweniger darüber nachdenken mag: Wie sieht meine Zukunft aus? Dennoch sollte sich jeder mit dem Gedanken beschäftigen, wie er später leben möchte. Wofür eine Zusatzversicherung, lautet häufig die Frage, wenn man doch regelmäßig seine Beiträge zur Pflegeversicherung leistet? So denken viele, ohne zu wissen, dass dieser Beitrag nur einen Teil der tatsächlichen Kosten deckt. Pflege im Alter oder in unvorhergesehenen Fällen kann schnell teuer werden.

So rechnen Heime für eine vollstationäre Versorgung in der Pflegestufe III aktuell durchschnittlich 3300 Euro im Monat ab. Zum Vergleich: Von der gesetzlichen Pflegeversicherung gibt es momentan maximal 1550 Euro. Für die Kostenlücke kommt entweder der Pflegebedürftige mit seiner Rente oder den Ersparnissen selbst auf. Oder es trifft am Ende die nächste Generation der Familie, die im finanziellen Notfall mit ihren eigenen Einkünften und dem Ersparten einspringen muss. Pflege im Alter kann also auch für die Kinder teuer werden. Laut Gesetz steht ihnen ein gewisser Selbstbehalt pro Monat zu. Was sie darüber hinaus verdienen, fließt in die Pflege der Eltern, sollten diese die Kosten ihrer Pflegestufe nicht selbst tragen können. Kinder haften in diesem Fall für ihre Eltern – eine Tatsache mit oft bitteren Folgen.

Das ist eine Chance für alle – damit sich auch die jungen Menschen, die in absehbarer Zeit immer mehr finanzielle Lasten einer alternden Gesellschaft schultern müssen, fair behandelt fühlen.

Auszug aus "Die Welt"

 

 

Tagesschau 02.01.2013 

In den vergangenen 50 Jahren ist die Lebenserwartung um mehr als zehn Jahre gestiegen. Gleichzeitig wurden weniger Kinder geboren. Beides wirkt sich in einem doppelten Effekt auf die nächsten 20 Jahre aus. Die Zahl der Rentner steigt bis 2032 um mehr als fünf Millionen an, während gleichzeitig die Zahl der Arbeitenden und Beitragszahlenden um sechs Millionen sinkt. Dieser bedrohliche Trend soll mit der Verlängerung der Lebensarbeitszeit, durch die "Rente mit 67", abgefedert werden. So weit jedenfalls die Theorie.

 

Wachsende Altersarmut?

Rentnerinnen im nordrhein-westfälischen Leichlingen (Foto: dpa) 

[Bildunterschrift: 60 Prozent aller Neu-Rentner müssen Abschläge in Kauf nehmen. ]


Bereits heute ist es nämlich die absolute Ausnahme, dass Menschen aus einem Vollzeitjob in Rente gehen. Bei den 64-Jährigen seien es noch nicht einmal neun Prozent gewesen, so SPD-Rentenexpertin Elke Ferner: "Das Leitbild der Erwerbstätigkeit bis zum Rentenalter ist doch nur eine Illusion!" Die SPD hätte die "Rente mit 67" gern so lange ausgesetzt, bis wenigstens jeder zweite ältere Arbeitnehmer einen Job hat. Schon heute gehen sechs von zehn Neu-Rentnern mit Abschlägen in den Ruhestand. Ferner geht deshalb von einer wachsenden Altersarmut aus. Mit jedem Monat der Heraufsetzung der Regelaltersgrenze erhöhten sich die Abschläge um 0,3 Prozentpunkte.

Wer also in diesem Jahr ohne Minus und ohne Abschläge in die Rente will, muss bis 65 plus einen Monat arbeiten. Bis 2029 wird diese Grenze immer weiter nach hinten verschoben. Der Plan, die Rente krisenfest zu machen, scheint also mehr als aufzugehen. Derzeit geht es den Rentenkassen so gut, dass die Beiträge wohl weiter sinken: Zunächst auf 19,6 Prozent, dann 2013 auf 19,2 Prozenz, und am Horizont wartet sogar schon die 19-Prozent-Marke. Dennoch oder gerade deshalb hält Arbeitsministerin von der Leyen an der "Rente mit 67" fest: "Wir haben im Augenblick eine ausgesprochen gute konjunkturelle Situation. Das ist erfreulich. Der Arbeitsmarkt brummt, es wird kräftig eingezahlt. Aber auf die lange Frist müssen wir immer wieder die strukturellen demografischen Veränderungen im Auge behalten. Die kommen. Langsam, aber sicher."

Suche in tagesschau.de

Tagesschau 10.11.2011
 

Das Rentenniveau sinkt - ganz sicher

Die Aussage des früheren Bundesarbeitsministers Norbert Blüm - "Die Rente ist sicher" - ist schon lange überholt. Und seit Jahren empfiehlt die Bundesregierung auch, zusätzlich vorzusorgen, um im Alter mit der Rente auszukommen. Wer bereits etwas zur Seite legt, muss dafür künftig noch tiefer in die Tasche greifen, um sein angestrebtes Niveau zu erreichen. Denn das der gesetzlichen Rente sinkt weiter.

 
Norbert Blüm (Foto: picture alliance / dpa) 

[Bildunterschrift: Eigenhändig griff Arbeitsminister Norbert Blüm 1986 in Bonn zum Schrubber, um das erste Plakat seiner Kampagne zur Sicherheit der Renten auf eine Litfaßsäule zu kleben. ''Die Rente ist gesichert'' - der Werbespruch des Werkzeugmachers und Doktor der Philosophie aus dem hessischen Rüsselsheim wurde Markenname und Spottvers zugleich. ]

 

Fest steht, die Renten werden in den kommenden Jahren deutlich langsamer steigen als die Löhne. Das Niveau der gesetzlichen Altersversorgung wird bis zum Jahr 2025 im Vergleich zu heute um etwa zehn Prozent sinken. So steht es in einer Antwort des Bundesarbeitsministeriums auf eine Anfrage der Linkspartei, die tagesschau.de vorliegt.Während das aktuelle Sicherungsniveau bei 50,8 Prozent vor Steuern liegt, reduziert es sich bis zum Jahr 2025 auf 45,2 Prozent. Laut Gesetz soll das Rentenniveau ab 2021 die Marke von 43 Prozent nicht unterschreiten.  

Stand vom 01.11.2016

 

Jeder dritte Rentner bekommt weniger als 600 Euro Rente

 

Rente* im Monat in €

Zahl der Rentner  

 in %    

 unter 150 Euro

 1.488.378

 10,97

150 - 300 Euro

  1.632.082

 12,75

300 - 450 Euro 

  1.586.698

  10,65

450 - 600 Euro 

  1.543.538

  10,36

 600 - 750 Euro 

  1.641.375

 11,01

 750 - 900 Euro 

  1.491.231 

 10,01

   900 - 1.050 Euro 

  1.176.789 

  7,90

1.050 - 1.200 Euro 

  2.313.340 

  7,45

1.200 - 1.350 Euro 

 1.113.011

   8,18 

1.350 - 1.500 Euro

     804.095 

  5,91

1.500 - 1.650 Euro

     551.232 

  4,05

 1.650 - 1.800 Euro 

     317.929 

  2,34

 1.800 - 1.950 Euro 

     105.875 

 0,78

 1.950 - 2.100 Euro 

       25.272 

  0,19 

2.100 und mehr 

        4.525

  0,013

 

 *Nur Altersrenten ( ohne Frührenten, Wtwenrenten)

Quelle Rentenversicherungsbericht

 

 

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